Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/zamarsom

Gratis bloggen bei
myblog.de





Einbrecher, Halusky und Sprachwissenschaft

Ahoj zusammen!!!
Heute gibt’s mal wieder Berichterstattung! Es war ja eigentlich doch einiges los letzte Woche, juhuu! Also generell, nicht wegen dem was ich gleich erzähl... Es gab nämlich sogar nen Einbruch im Wohnheim. Ich hatte schon die ganze zeit ein komisches Gefühl, als ich am letzten Montag ins Bett gegangen bin... und mir eingebildet, dass sich irgendwas komisch anhört... aber dacht mir eben nur eingebildet...(hab sogar fürs Fenster rausgeschaut und da war natürlich nichts) und dann bin ich um 3 wieder wach geworden, weil Taschenlampenlicht zum Fenster rein geschienen hat (und dann hab ich gleich gedacht, hab ichs doch gewusst ... und ich hab dann auch Stimmen vor meinem Fenster gehört und irgendwann hab ich mich dann doch mal vorsichtig rausschauen getraut... und dann war da aber, gottseidank, die Polizei und nicht sonst irgendjemand verdächtiges oder Monster oder Aliens oder so... Und im Treppenhaus hat man dann auch Leute rennen gehört... am nächsten morgen hab ich dann gehört, dass die Büros ausgeräumt wurden... soviel also zu ihren strengen Hochsicherheitsvorkehrungen hier... also für die Haustüre kommt auch sicher keiner rein , aber die habens irgendwie übers Dach geschafft. Also das war das spannende Ereignis der Woche. Jetzt kommt das kulinarische die Halusky von Frau Z. waren der Hammer, also ich hab eher weniger gekocht... nur zugeschaut, aber mir die Konsistenz des Teiges gemerkt, ich denk ich werds schon hinkriegen, keine Angst Kati und es war voll nett das Essen, waren sogar zu dritt, die Frau Z. hat nämlich kurzerhand noch die Putzfrau, Vera, zum Essen eingeladen, die grad zufällig da war, die ist auch sehr nett, wir haben uns dann in einer Mischung aus Deutsch und Slowakisch unterhalten
Den Rest der Woche hab ich dann endlich!!!!!!! meine Hausarbeit fertig geschrieben und sie am Freitag, nach einem ewigen, mehr oder weniger erfolgreichen, Kampf mit dem Einfügen der Seitenzahlen, abgeschickt :-) Und dann war endlich Wochenende und ich hatte Besuch von meiner Freundin aus Budapest. Das Wetter war super und da gerade die erste Maiwoche angefangen hat, war jede Menge in der Stadt los. Wegen dem 1. Mai und dem 8. Mai, Nationalfeiertag (Tag des Sieges über den Faschismus) Hier sind die ganze Woche Stände aufgebaut, mit lecker Essen (Trdelník, Langos...) und selbstgemachten Sachen (Schmuck, Lebkuchenherzen, Schuhe, … und wir konnten sogar ein paar Sängerinnen in Tracht bewundern... und da muss ich mich gleich wieder über mich ärgern. Ich hab nämlich extra ein Video machen wollen und dachte auch, dass ich das grad mach, aber als ich auf die Stoptaste gedrückt hab, hab ich gemerkt, dass es jetzt erst aufnimmt... der Auftritt war dann auch schon zu Ende. Ihr müsst euch also leider mit nem Foto begnügen.
Ansonsten haben wir am Wochenende auch noch ein paar nette Cafes entdeckt und vor allem ne lustigen Kneipe, in der ein paar ältere Slowaken waren, die sich gerade ihr wohlverdientes Feierabendbier inclusive mehrerer Slivovic (nachmittags um vier) genehmigten
So, das wars erst mal zum Freizeitteil....
Diese Woche war das Thema der Seminare „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ und mittlerweile nervt mich der Bastian Sick total. Ich wusste nicht, dass dieses Buch so viele Fragen aufwirft und Probleme, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass sie existieren! Also eigentlich find ichs ja auch ganz lustig teilweise, aber dann kommt er auf Sachen, die mir nie aufgefallen wären, oder die ich ganz anders seh. Teilweise hab ich ihm dann erstmal geglaubt, wenn er dann alles so 'überzeugend' erklärt hat. (Ich hab mich für die Vorbereitung aber nur auf die Sachen beschränkt, die ich auch so gesehn hab, z.B. der! Apostroph (ja, auch ich muss noch Artikel lernen ;-): ich hab mich schon immer gefragt, warum es (also fiktives Beispiel jetzt) Würschtl Toni's (und nicht Würschtl Tonis) Würschtl Bude heißt. Aber dafür war ich tatsächlich auch einer derjenigen, die gelegentlich DVD's schreiben.... dazu folgende Regeln: „Der Apostroph kann dort gesetzt werden, wo jemand ein Gewerbe eröffnen und dazu ein Schild mit Genitiv anbringen will“, „Abkürzungen, die im Plural stehen, haben keinen Apostroph!“... klar eigentlich ;-)
oder Pluralformen wie „*Albums“ und „*Praktikas“ … man darf hingegen aber sogar „Kaktusse“ und „Atlasse“ sagen!
Ein anderer großer Kritikpunkt seines Buches ist der Einfluss des Englischen. „Sich an etwas erinnern“ wird anscheinend nicht mehr von jedem reflexiv gebraucht und es kommt zu „Ich erinnere das“. Hier muss ich zugeben, dass ich das auch schlimm find, aber an dem Ausdruck „etwas macht Sinn“ hätt ich niemals was zum Aussetzen gehabt und werd ihn auch weiterhin benutzen. Ausserdem kritisiert er den übermässigen Gebrauch von Metaphern und Redewendungen. Ich mag Metaphern und Redewendungen. (Gell Lieutenant, wenn man mal anfangt kommt man da nimmer raus und jetzt noch zum Titel des Buches: mittlerweile weiß ich selber nimmer, wann ich Dativ und wann Genitiv schöner oder richtiger find! (wenn man mal davon absieht, dass ich dem  Dativ freilich aus muttersprachlichen Gründen mehr verbunden bin).
Aber natürlich muss man bei dem Ganzen den Unterschied zwischen schriftlichem und mündlichem Sprachgebrauch, Dialekt und „Hochsprache“, usw. bedenken.
Ausserdem gibt es unterschiedliche Ansichten verschiedener Sprachwissenschaftler... Begeisterung für Sprachwandel einerseits sowie Versuche der „Sprachbewahrung und -pflege“ andererseits... Es lässt sich nämlich jede Menge Kritik an Bastians Sicks Kolumnen finden, so dass man erst mal tagelang lesen sollte, was darüber geschrieben wird, dann vergleichen, was von seinen Erklärungen wirklich grammatischen Regeln entspricht um dann natürlich, wie einem ja eigentlich gleich schon klar war, zu dem Schluss zu kommen, dass man für viele Phänomene keine exakten Regeln hat, dass vieles Ansichtssache ist, dass Sprache sich stets wandelt, und dass, schneller als man schauen kann, vieles, was vor ein paar Jahren noch falsch war, jetzt die Regel ist...dann, dass man sein sprachästhetisches Empfinden teilen kann und sich über unschöne Ausdrucksweisen, zu viel Englisch (böse Anglizismen! - Ich liebe sie ja usw. aufregen kann, ...oder eben auch nicht! Auf jeden Fall schafft das Buch eines, zum Nachdenken anzuregen und, wie Frau D. so schön meinte, das Interesse an der eigenen Sprache in der Gesellschaft zu wecken.
Aber egal jetzt, auf jeden Fall hab ich extra den schönen Nutella-Text („die oder das Nutella?“ > Geschlechter der Produktnamen) genommen, bei dem man nicht viel falsch machen kann und der auch recht lustig ist, und er ist auch gut angekommen (beim ersten Studienjahr) (ich hätt sie nur beinah verwirrt, weil ich im Laufe des Seminars von "dem Zahnpasta" gesprochen haben und sie doch gerade gelernt haben, dass es "die Colgate, Blendamed" usw heißt, weil Zahnpasta weiblich ist... ja, der Dialekt erschwert einem die Arbeit schon sehr )  ABER ich habs natürlich geschafft, unter den 30 Kapiteln des Buches, genau jenes auszusuchen, das das 2. Studienjahr letztes Jahr bereits besprochen hat. Und da war ich dann heute so aus dem Konzept gebracht, dass ich sie im zweiten Teil der Stunde nur kurz alles zusammenfassen hab lassen, ein paar Fragen gestellt hab und sie dann ne halbe Stunde früher gehen hab lassen. Dann ist mir erst aufgefallen, dass das voll der Schmarrn war... hätten das ganze ja trotzdem nochmal besprechen können oder ein anderes Kapitel lesen, hatte ja schließlich das Buch dabei, oder... naja, da merkt man, dass ich noch Anfänger bin... aber jetzt weiß ichs!

so... jetzt werd ich erst mal in die Stadt schaun, muss noch auf die Post und so... und werd das ganze später online stellen!

Ganz liebe Grüße!!!
Steffi

PS: ich entschuldige mich, wenn der Text sehr verwirrend ist und ich weiß nicht, ob es alles Sinn macht, wenn man das Buch nicht gelesen hat... ausserdem bin ich mir bewusst, dass vielleicht gerade fehlende sprachwissenschaftliche Kenntnisse von mir ans Licht gekommen sind, also andere Kommentare zum Buch usw. sind erwünscht!

PPS: mir fällt grad ein, dass ich den Theaterbesuch letzten Dienstag vergessen hab! mit Frau P. und Frau D. und ein paar Studentinnen aus dem 2. Studienjahr. Wir haben Kleists Kähtchen von Heilbronn, bzw. Katarínka z Heilbronnu angeschaut. Verstanden hab ich erst nicht so viel, aber dank der Zusammenfassung von der Ivana in der Pause war der Rest kein großes Problem mehr Die Aufführung war modern und hat mir wirklich gut gefallen und vor allem die Kostüme!! Und das Theater selber ist auch wunderschön...

8.5.09 13:50
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung